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Vierlanden Triathlon 2019

Vierlanden Triathlon 2019 Ein Bericht von Anika Weinberger

So richtig kam der Sommer dieses Jahr nicht in die Gänge und ich habe mich ein bis zwei  Wochen vorher noch gefragt, ob es tatsächlich ein Triathlon werden wird oder ob das Schwimmen wegen zu kühler Wassertemperaturen ausfallen muss. Aber rechtzeitig vorher hat sich die Sonne dann doch blicken lassen, das Wasser auf die nötige Temperatur geheizt und uns am Wettkampftag sogar den heißesten Tag diesen Jahres bis dato geliefert. Beim Check-In um 10:33 Uhr zeigte mein Tacho bereits eine Temperatur von 37,4 Grad und beim Ausschecken um 16:10 Uhr sogar 41,6 Grad.    

Neben unserer Herrenmannschaft in der Regionalliga (Team-Sprint: Fabian Schönke, Jonathan Pargätzi, Timo Behrens und Kjon Frenz) sind Anne-Charlotte Dannacker auf der Sprintdistanz (500 m - 20 km - 5 km), Thomas Pöthe und ich auf der Olympischen Distanz (1.500 m - 40 km - 10 km) und Alexander Temmen auf der Mitteldistanz (2 km - 80 km - 20 km) gestartet.

Der Vierlanden-Triathlon war in diesem Jahr mein erster Wettkampf und dementsprechend aufgeregt war ich natürlich, insbesondere weil ich witterungsbedingt vorher nicht im Freiwasser geschwommen bin. An meinen Neo habe ich mich jedoch ein paar Mal vorher im Freibad gewöhnt.

Das Schwimmen startete als Landstart. Da die Teilnehmer der Olympischen Distanz in drei Wellen eingeteilt wurden, die im 10 Minutentakt gestartet sind und sich die Starter breit am Uferrand positioniert hatten, blieb aus meiner Sicht eine Wasserschlacht aus. Für mich bestand die Schwierigkeit beim Schwimmen darin, die bestmögliche/kürzeste Linie zu finden, da der zu schwimmende Dreieckskurs mit nur wenigen Bojen in weiter Ferne gekennzeichnet war. Ich habe mich sowohl beim Rausschwimmen als auch auf dem Rückweg jeweils ganz außen am Ufer gehalten. Ich glaube, auf dem Hinweg passte das gut. Auf dem Rückweg hätte ich mich vielleicht besser orientieren können. Das Schwimmen habe ich insgesamt als sehr angenehm und überhaupt nicht drängelig empfunden.

Mein erster Wechsel funktionierte perfekt und ich hatte sogar die schnellste Wechselzeit der Damen. Da hat es sich gelohnt, das schnelle Ausziehen des Neos im Freibad zu üben, auch wenn das auf manchen Badegast seltsam wirken mag ;-).

Die Radstrecke in Vierlanden hat bei einigen den Ruf einer "Lutscherstrecke", die wegen ihrer Überfüllung kein windschattenfreies Rennen ermöglichen soll. Im Vorwege habe ich gehört, dass in diesem Jahr etwas umgestellt werden sollte, um dem vorzubeugen. Nach meiner Einschätzung ist dies gelungen. Ich hatte keine Probleme fair zu fahren.

Mein zweiter Wechsel funktionierte ebenfalls hervorragend. Ich bin im lockeren Tempo angelaufen und habe mich entschieden, mich dem Wetter anzupassen und es dabei zu belassen. Mein Rennen verlief bis dahin super und ich wollte nicht riskieren, mir das durch einen zu schnellen Lauf kaputt zu machen. Für mich war es an dem Tag einfach zu heiß und ich habe die verhältnismäßig vielen gehenden Athleten als Warnung genommen. Auf der Laufstrecke habe mir jedes Wasser gegriffen, das ich in die Finger bekommen konnte und dankend die am Wendepunkt stehende Gartendusche genutzt. Das Laufen habe ich ohne Einbruch überstanden und bin glücklich und zufrieden ins Ziel gelaufen. Neben der Finisher-Medaille habe ich noch einen "schönen" Sonnenbrand auf dem Rücken mit nach Hause gebracht.

Für Thomas war es nach dem Stadtpark Triathlon bereits der zweite Triathlon der Saison. Eigentlich ist der Vierlanden-Triathlon immer sein Saisonauftakt, obwohl er jedes Jahr wegen der vielen Starter und der suboptimalen Wechselzone neu überlegt, ob er sich anmeldet oder nicht. Aber die Nähe zu Lüneburg, der schöne See und die Radstrecke sind immer wieder irgendwie schön und überzeugen ihn dann doch. "Dieses Jahr war es schön warm, mein Wetter! Eigentlich wollte ich ein wenig schneller laufen, was am Ende durch die Hitze dann nicht möglich war. Mein Saisoneinstieg ist geglückt. Ich bin sehr zufrieden. Und für´s nächste Jahr wieder dieselbe Frage: Werde ich starten?"

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