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Hamburg Triathlon - Bericht zum AK-Sieg von Stefan Schaltegger

Schaltegger mit Klassezeit in Hamburg

Parallel zu den Weltcuprennen der Triathlonprofis findet jährlich in Hamburg Deutschlands teilnehmerstärkster Triathlon statt. Über die Olympische Distanz (1500m Schwimmen, 40km Radfahren, 10km Laufen) war hier kein Altersklassenathlet (50-54 Jahre) schneller als der Lüneburger Stefan Schaltegger – damit gehörte er insgesamt zu den besten 80 Startern des Tages.

Bei 2:14:35 Std. blieb die Uhr stehen als der Athlet des Triathlon Team Lüneburg (RSC Lüneburg) die Ziellinie auf dem Rathausmarkt zufrieden aber erschöpft überquerte. Eine Klassezeit, die für den Sieg in der Altersklasse reichte und ihm den 79. Platz unter mehreren tausend Startern bescherte. Aber es war knapp, sieht man die Sekundenabstände, welche die 360-mannstarke Altersklassenkonkurrenz von Schaltegger trennt.

Den Grundstein für seinen Erfolg legte der Lüneburger Leuphanaprofessor bereits beim Schwimmen – seiner vermeintlich schwächsten Disziplin. „Es hat sich ausgezahlt, dass ich regelmäßig im Winter im Wasser war“, meint Schaltegger, der in der Trainingsgruppe von Jonathan Pargätzi mittrainiert. Denn schon nach 25:32min entstieg er dem Wasser. „Ich war total erstaunt, als ich das gesehen habe und es hat mich richtig motiviert“, beschreibt Schaltegger die Situation zum ersten Wechsel.

Wechsel sind Schlüsselstellen

Auch die Wechsel sind Schlüsselstellen in Hamburg. Tausende Starter sind hier mit ihrem Material über mehrere hundert Meter aufgereiht. Nicht einfach, sich dort einen schnellen Weg zum Radfahren zu bahnen. Auch hier konnte Schaltegger jedoch eine der schnellsten Wechselzeiten verbuchen, um sich auf die windanfällige und durchaus anspruchsvolle Radstrecke zu begeben. Dort setzte er sein starkes Rennen fort, freilich nicht ohne Selbstzweifel zum Ende des Radfahrens: „Ich war mir nicht einmal sicher, wie ich jetzt überhaupt noch zehn Kilometer laufen soll“, erzählt Schaltegger.

Dass er aber eine richtige Balance beim Radfahren gefunden hatte, zeigte sich deutlich beim abschließenden Laufen. Er sei zwar aufgrund von Seitenstechen phasenweise „krumm wie eine Banane“ gelaufen, überzeugte aber mit einer sehr starken Laufzeit (40:17min), gleichwohl am Ende die Kraft fehlte, wie Schaltegger einräumt. Man darf gespannt sein, welche Rennen noch bestritten werden, zudem der Lüneburger mit einem Start über die Mitteldistanz im nächsten Jahr liebäugelt.

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