Berichte

Challenge Roth 2017

Lorenz Baumann bei der Challenge Roth

Auch beim legendären Rennen in Franken war das Triathlon Team Lüneburg mit einem Starter vertreten. Leider nur mit einem, denn kurz vor der Challenge ist Uli Koch krankheitsbedingt ausgefallen. Somit musste ich alleine die Fahne des Triathlon Teams Lüneburg hochhalten und mich bei schwülen 35 Grad über die gut 226 km kämpfen.

Schon die Ankunft beim Schwimmstart in Hilpoltstein war das erste Highlight des Tages. Die Athleten wurden von etlichen Zuschauern und Supportern in Empfang genommen und auf die Strapazen des Tages vorbereitet. Die gesamte Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal war ebenfalls von tausenden Zuschauern gesäumt, die alle Athleten gleichermaßen anfeuerten und über die erste Disziplin halfen. Nachdem die Profis um 6:30 Uhr gestartet waren, folgten die Agegrouper. Die Startgruppen von 200 Athleten wurde alle 5 Minuten ins Rennen geschickt – und für mich stand bei meinem Langdistanzdebüt um 7:45 Uhr dann auch der Start an. Nach anfänglichen kleineren Rangeleien konnte ich mich etwas aus seiner Startgruppe lösen und mich dann langsam nach vorne durcharbeiten und nach 1:10:31 Std. das Schwimmen beenden.

Nach kurzem Zwischenstopp in der Wechselzone 1 ging es dann auf die 180km Radtrecke, die in zwei Runden absolviert werden musste. Durch die diversen Stimmungsnester auf der gesamten Strecke gestaltet sich das Radfahren allerdings sehr kurzweilig. Das besondere Highlight auf dem Radkurs war allerdings der Solarer Berg, der auch mich absolut begeisterte und mir eine ordentliche Portion Motivation inkl. kleiner Tränen im Auge mit auf die restlichen Radkilometer gab. Zu den mittlerweile ziemlich hohen Temperaturen gesellte sich im Verlauf des Rennens dann noch Wind, der sich aber in Grenzen hielt und für ein richtiges Nordlicht eher als leichte Brise abgetan werden konnte. Mit einem Radsplit von 5:25:20 Std. und einem Schnitt von 33,2 km/h ging auf der Radstrecke die Taktik vom Coach Jonathan auf und ich kämpfte mich auf Gesamtrang 804 vor.

Neu in Roth war dieses Jahr die Laufstrecke. Anstatt einer Runde, von der in den vergangenen Jahren ein Großteil am Main-Donau-Kanal gelaufen werden musste, galt es dieses Jahr zwei Runden zu absolvieren. Wie gewohnt, ging es erst zur Lände an den Kanal, wo sich dann schon der erste Wendepunkt befand. Von dort verlief die Strecke zurück nach Roth und dann durch ein schattiges, aber auch stetig ansteigendes Waldstück nach Büchenbach, wo sich der zweite Wendepunkt am Stadtweiher befand.
Bei mir lag am Anfang des abschließenden Marathons dann auch noch alles im Soll und die angepeilte Zielzeit von 3:45 Std. im Bereich des Möglichen, aber ab Kilometer 30 kam dann leider der Einbruch und eine nicht komplett auskurierte Entzündung am Schienbein machte sich bemerkbar. Nach diverse Gehpausen konnte ich dann den Marathon trotzdem in einer Zeit von 4:18:22 Std. beenden.

Gegen 19:00 Uhr erreichte ich dann das lang ersehnte Zielstadion im Stadtpark von Roth, um dort, wie geplant, mit einem breiten Grinsen die Ziellinie nach 11:03:38 Std. zu passieren. Auch der Einlauf ins Zielstadion ist in Roth immer etwas Besonderes, sucht in der Triathlonwelt seines gleichen und lässt die ganzen Strapazen des langen Arbeitstages vergessen. Insgesamt hat es dann noch für den Platz 146 (685) in der AK gereicht.

Fazit - Die gesamte Veranstaltung erhält das Prädikat "Wertvoll"! Auch wenn man für einen Start in Roth etwas tiefer in die Tasche greifen muss, bekommt man als Gegenwert auch viel dafür. Wer sich für das Abenteuer Langdistanz entscheidet, der wird hier für die ganzen Strapazen in der Vorbereitung entlohnt. Bestimmt wird das Triathlon Team Lüneburg auch in Zukunft in Roth vertreten sein ;-)

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